Berten D'Hollander
Diskographie und Pressestimmen
Claude Ledoux (b. 1960)
"d'orients"
- 1.Sanaalijal for flute solo and ensemble
- 2.Bell(e)...s for piano and ensemble
- 3-6.Les Ruptures d'Icare L.
- 3.Avec une tendresse infinie
- 4.Lent et desespere
- 5.Paisible mais reflexif
- 6.Avec une tendresse feinte
- 7-11.Torrent pour violoncelle et ensemble
- 7.Senza misura misurato cadenza avec delicatesse
- 8.Cadenza lento rubato souple et grasillant piu vivo avec une extreme delicatesse
- 9.Cadenza lento (statique et intariorieu)
- 10.Terrifiant
- 11.Cadenza lento
Nao Momitani (piano)
Jean-Paul Dessy (cello)
Quatuor a Cordes de l'Ensemble Musiques Nouvellesc; Ensemble Musiques Nouvellesabd/Jean Thorelab; Patrick Davind
rec. Auditorium Abel Dubois, Mons, Belgium, 5-6 January 2007 (Sanaalijal)
CD Rezension
„Sanaalijal“, der Titel des jüngsten Werkes dieser CD-Aufnahme, ist ein mongolisches Wort und bedeutet soviel wie „Erinnerung“. Diese Komposition entstand als eine persönliche Reaktion des Komponisten auf eine eher unruehmliche Begebenheit in Belgien. Die belgischen Behoerden hatten seinerzeit eine mongolische Journalistin , die im eigenen Lande zur Persona non grata geworden war, nachdem sie die herrschende Korruption und die Menschenrechtsverletzungen öffentlich angeprangert hatte, zusammen mit ihrem kleinen Kind des Landes verwiesen. Die Musik selbst bezieht sich nicht unmittelbar auf diesen Vorfall, aber sie spielt auch hier wieder auf östliche Musiktraditionen an, unter anderem in der Form eines altüberlieferten pentatonischen Liedes. Diese musikalischen Traditionen werden ihrerseits wieder gefiltert durch die persönliche Gefühlswelt des Komponisten und erhalten dadurch eine neue Dimension. Die sehr anspruchsvolle Solopartie ist perfekt zugeschnitten auf das vielseitige Talent des Flötisten Berten D’Hollander. Sein souveränes Flötenspiel sorgt für eine technisch und musikalisch meisterhafte Ausführung dieses Werkes. […]Als „Auftakt“ für diese CD-Aufnahme ist dieses Oeuvre eine kluge Wahl.
Die Musik von Claude Ledoux ist eher anspruchsvoll, sowohl für den Interpreten wie für den Zuhörer. Der ganze Reichtum seiner Werke erschließt sich auch erst nach mehrfachem Hören […]. Die Aufrichtigkeit und das Engagement, womit hier musiziert wird, macht das Zuhören aber zu einer aeußerst dankbaren Erfahrung.
Hubert Culot
[...] „Die vorliegende CD Aufnahme mit Ensemble-Musik von Claude Ledoux illustriert den starken inneren Zusammenhalt des „Ensemble Musiques Nouvelles“ , das seinem Publikum eine überzeugende und mitreißende Interpretation bietet. Die verschiedenen Werke für Flöte, Klavier, Cello, Quartett aber auch für das gesamte Ensemble verraten eine tiefe Faszination für nicht-europäische Musik. […] Diese Musik lädt den Zuhörer ein um Klang als einen zentralen Ausgangspunkt zu erleben, von dem aus sich verschiedene Welten erschließen: die innere Welt der Spiritualität und die äußere Welt des Denkens und der körperlichen Bewegung. Claude Ledoux ist Komponist in Residenz des Center for Fine Arts BOZAR in Brüssel und derzeit beauftragt, das Pflichtwerk für das Halbfinale des Internationalen Königin Elisabeth-Wettbewerbes für Geige 2009 zu schreiben“.
